Rechtzeitig handeln für ein langes Katzenleben

Unsere Fellnasen haben einen festen Platz in unseren Herzen und natürlich wünschen wir uns, dass es ihnen richtig gut geht – so lange wie nur möglich. Katzen gelten als relativ pflegeleicht, vor allem, wenn sie das ganz normale „Feld-Wald-und-Wiesen-Modell“ sind. Dennoch sind sie keineswegs unverwüstlich und fallen auch nicht immer verletzungsfrei auf ihre vier Füße. Wenn es der Katze nicht gut geht, wendet sie sich aber anders als viele Hunde häufig nicht an ihren Menschen. Um so wichtiger ist es, Katzenerkrankungen frühzeitig erkennen zu können. Die Miezen haben sich viel von ihrem wilden Charakter bewahrt. Daher verbergen die Tiere Erkrankungen lange und erfolgreich und ziehen sich zurück, um sich vor möglichen Feinden zu verstecken. Wie kann man beizeiten einschätzen, ob es Katze und Kater gut geht?

 

Katzenerkrankungen frühzeitig erkennen
Katzenerkrankungen frühzeitig erkennen – Wenn es der Katze nicht gut geht, wendet sie sich aber anders als viele Hunde häufig nicht an ihren Menschen

 

Einmal jährlich zum Tierarzt

Auch Katzen, die nicht nach draußen gehen, sollten jährlich geimpft werden, denn die Erreger vieler Erkrankungen trägt man an den Schuhen in die Wohnung. Bei Freigängern und wenn die Mieze mit auf Reisen geht, kommt die Tollwutimpfung hinzu. Bei dieser Gelegenheit sollte der Tierarzt gleich das Allgemeinbefinden kontrollieren:

  • Augen und Ohren 
  • Gebiss, Zahnstein, Mundgeruch
  • Abtasten des Körpers

 

Kätzchen vollständig impfen lassen

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Kommt ein Kätzchen neu in die Familie, benötigt es einen Checkup, etwa auf Würmer, und anschließend ein Impfprogramm wie menschliche Babys. Der Neuzugang wird dabei hinsichtlich der gesunden Entwicklung kontrolliert, Parasiten, aber auch Erbkrankheiten können ebenfalls schon bei Jungtieren nachgewiesen werden.

 

Katzenerkrankungen frühzeitig erkennen
Auch Katzen, die nicht nach draußen gehen, sollten jährlich geimpft werden, denn die Erreger vieler Erkrankungen trägt man an den Schuhen in die Wohnung

 

Unfälle verhindern

Katzen haben einen beneidenswerten Gleichgewichtssinn, doch auch sie können sich verkalkulieren, erschrecken oder schlichtweg über das Ziel hinausschießen. Das führt besonders auf Balkonen von Etagenwohnungen zu schweren Stürzen, die das Tier das Leben kosten oder ihm ernsthafte gesundheitliche Schäden zufügen. Mit speziellen Katzennetzen ist ein Balkon rasch und effektiv gesichert, und auch bei häufig geöffneten Fenstern sollte eine ähnliche Sicherung angebracht werden. Darf die Katze in den Garten, braucht es ein wenig mehr Überlegung, um die Außenmauern und Zäune zu sichern, möglich ist aber auch das. 

 

Die goldenen Jahre lebenswert gestalten

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Ältere Katzen etwa ab acht bis zehn Jahren profitieren von einer Anpassung der Ernährung und gründlichen Untersuchungen. Spezielle Tiernahrung für Senioren unterstützt vor allem Nieren und Blase, eine Schwachstelle der Miezen. Die Analyse von Blut und Urin liefert frühzeitig Hinweise auf Erkrankungen, die sich managen lassen – Diabetes oder Niereninsuffizienz treten bei älteren Katzen häufig auf, kastrierte Kater können unter Harngrieß, Blasen- und Nierensteinen leiden, die den Tieren starke Schmerzen bereiten.

Auch die Verdauung älterer Katzen läuft bisweilen nicht mehr rund, der Tierarzt kann beraten, wie kleine Wehwehchen am besten zu behandeln sind. Und genau wie alternde Menschen können die Miezen ihre Sehkraft und/oder das Gehör verlieren oder sogar an Demenz erkranken. In ihren letzten Jahren sind alte Katzen besonders angewiesen auf eine liebevolle Umgebung mit festen Routinen, in der alle Möbel an ihrem Platz stehen. 

 

Katzenerkrankungen frühzeitig erkennen
Katzenerkrankungen frühzeitig erkennen – Das Abtasten des Körpers sollte zur regelmäßigen Kontrolle dazu gehören

 

Zeit haben für Katze und Kater

Der wohl wichtigste Aspekt für das Wohlbefinden einer Katze ist sicherlich, sich regelmäßig Zeit für das Tier zu nehmen. Katzen mögen zunächst unabhängiger auftreten als Hunde, sind aber auf ihre Art genau so liebevoll zugewandt. Sie leiden unter dem Alleinsein und brauchen ihre Spiel- und Streicheleinheiten. Nicht jedes Tier fühlt sich umgeben von vielen Menschen wohl und liebt es, ständig geknuddelt zu werden, doch auch reservierte Katzen haben das grundsätzliche Bedürfnis nach Zuneigung. In der täglichen Beschäftigung mit dem Tier lässt sich recht schnell erkennen, wenn sich das Verhalten unerklärlicherweise ändert oder die Katze erste körperliche Symptome einer Erkrankung zeigt. Selbst wer beruflich oder im Studium stark eingespannt ist, sollte sich dann Zeit schaffen für den Vierbeiner – etwa mit einem Ghostwriter**, der einen Teil der anfallenden Haus- und Seminararbeiten übernimmt oder bei der Abschlussarbeit unterstützt. So lassen sich die Bedürfnisse der Mieze und die eigenen Aufgaben unter einen Hut bringen. 

 

Katzenerkrankungen frühzeitig erkennen
Katzen mögen zunächst unabhängiger auftreten als Hunde, sind aber auf ihre Art genau so liebevoll zugewandt