Erfahrungsbericht: Schwierige Umstellung auf nachhaltige Alternative

 

(djd). Die Zahl der Hunde in deutschen Haushalten wächst seit Jahren kontinuierlich an – und damit auch der Verbrauch an Hundefutter. Insgesamt vertilgten die Vierbeiner 2021 laut Statista Trockenfutter, Feuchtfutter und Snacks für 1.677 Mio. Euro. Dabei legen viele Menschen Wert darauf, ihren Hund mit natürlichen Zutaten zu ernähren. Die umweltfreundliche Verpackung des Futters wird dagegen meist vernachlässigt, da gängige Packungen aus Metall oder Plastik bestehen. Swanie Simon, Gründerin von Three Dog Night, wollte dies für ihr Angebot ändern. „Ständig liest man Mitteilungen über Wetterkatastrophen, Waldbrände und tote Tiere, deren Mägen mit Plastikmüll gefüllt sind. Waren es erst ’nur‘ Meeresbewohner wie Wale, findet man inzwischen schon Plastikabfälle in Hirschmägen. In diesem Moment wurde mir klar, ich muss handeln. Neben Veränderungen in meinem täglichen Handeln, entschied ich, meine Firma sofort auf plastikfrei umzustellen, statt auf einen gesetzlichen Zwang zu warten.“ So entstand die bundesweit erste plastikfreie Verpackung bei Hundefutter.

 

Plastikfreie Verpackung bei Hundefutter
Es gibt immer mehr Hunde in Deutschland – bei der Fütterung sollte daher auch auf Umweltfreundlichkeit geachtet werden.
Foto: djd/Three Dog Night

 

Umfangreiche Recherche für plastikfreie Verpackung

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Swanie Simon begann, nach ökologisch besseren Alternativen zu suchen. Bioplastik schloss sie schnell aus, da es wegen der schlechten Ökobilanz auch keine wirklich nachhaltige Lösung ist. Gängige Papierverpackungen sind in der Regel nicht feuchtigkeitsresistent und daher für Feuchtfutter nicht nutzbar. Bei ihrer Recherche stieß sie dann auf die Earthpouch, die bereits mehrfach mit Umweltpreisen ausgezeichnet wurde. Die pflanzliche Innenbeschichtung des Papierbeutels bietet eine sichere Barriere gegen Feuchtigkeit und Fett. Zusätzlich wurde auf den Plastik-Verschlusstreifen verzichtet, sodass die Futterbeutel wirklich 100 Prozent plastikfrei sind und ins Papierrecycling wandern dürfen. Laut Experten belastet diese Vorgehensweise am wenigsten die Umwelt. Damit war Three Dog Night 2020 der erste Tierfutterhersteller, der diese innovative Verpackung in den Verkehr brachte.

 

Neue Maschine zur Verarbeitung umweltfreundlicher Futterbeutel notwendig

Schwierig war es laut Swanie Simon, die benötigte neue Maschine zur Verarbeitung im saarländischen Betrieb zu installieren. Außerdem war eine hohe Investition zum Kauf aufzubringen. Die plastikfreie Verpackung und der neue Mehrweg-Messlöffel statt bisheriger Einweg-Messlöffel kosten mehr als die Plastikvarianten. Den Mehrpreis trägt Three Dog Night. „Das ist es mir wert“, meint Swanie Simon, „denn schließlich müssen alle dazu beitragen, die Klimakatastrophe und Umweltverschmutzung einzudämmen.“ So bleiben der Umwelt pro Jahr rund 381 Kilogramm plastikhaltiges Verpackungsmaterial, knapp 2.200 Kilogramm Plastik-Produktverpackungen und 24.500 Einwegmesslöffel aus Plastik erspart.

 

Plastikfreie Verpackung bei Hundefutter
Plastikfreie Futterverpackung für die Fellnasen sorgt für ein gutes Gewissen bei Frauchen und Herrchen.
Foto: djd/Three Dog Night / Barfshop

 

Plastikfreie Verpackung bei Hundefutter

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Die Zahl der Hunde in deutschen Haushalten wächst seit Jahren – und damit auch der Verbrauch an Hundefutter. Insgesamt vertilgten die Vierbeiner 2021 laut Statista Trockenfutter, Feuchtfutter und Snacks für 1.677 Mio. Euro. Die Verpackungen dafür sind jedoch üblicherweise aus Metall oder Plastik. Swanie Simon, Gründerin von Three Dog Night, wollte dies für ihr Angebot ändern. Nach langer Recherche ging es 2020 los: Soweit technisch umsetzbar, gibt es bei Three Dog Night seitdem keine Plastikverpackungen mehr. Die Mehrkosten trägt Swanie Simon selbst, denn sie meint: „Hersteller müssen Verantwortung übernehmen und nicht unseren Planeten mit Plastik weiter zumüllen!“. Umweltbewusste Herrchen und Frauchen können so ihr Haustier zugleich natürlich ernähren und Plastikabfall reduzieren.